Difference between revisions of "I, 33. Graf Berchtold an Herrn von Mérey in Rom, 20. Juli 1914"

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<p align="right">W i e n ,  den 20. Juli 1914</p>
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<p align="right">W i e n ,  den 20. Juli 1914 &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p>
  
  
 
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     Erhalten Euer Exzellenz Telegramm Nr. 523<ref>Siehe Nr. 24. </ref>.  
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     Erhalten Euer Exzellenz Telegramm Nr. 523<ref>Siehe [[I, 24. Herr von Mérey an Grafen Berchtold, 18. Juli 1914|Nr. 24]]. </ref>.  
 
     Aus geheimer sicherer Quelle wissen wir, daß deutscherseits wahrscheinlich durch Ihren deutschen Kollegen unsere Absicht sehr energischer mit Deutschland verabredeter Schritte gegen Serbien Marquis San Giuliano mitgeteilt worden sind. Derselbe hat sofort Instruktionen an italienische Vertreter in Petersburg und Bukarest ergehen lassen, selbe anweisend, dortige Regierungen auf Umwegen zu bewegen, in Berlin und Wien drohend aufzutreten, um unsere Aktion zu verhindern.  
 
     Aus geheimer sicherer Quelle wissen wir, daß deutscherseits wahrscheinlich durch Ihren deutschen Kollegen unsere Absicht sehr energischer mit Deutschland verabredeter Schritte gegen Serbien Marquis San Giuliano mitgeteilt worden sind. Derselbe hat sofort Instruktionen an italienische Vertreter in Petersburg und Bukarest ergehen lassen, selbe anweisend, dortige Regierungen auf Umwegen zu bewegen, in Berlin und Wien drohend aufzutreten, um unsere Aktion zu verhindern.  
 
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Latest revision as of 20:31, 3 June 2009

WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > I, 33. Graf Berchtold an Herrn von Mérey in Rom, 20. Juli 1914



Telegramm Nr. 842


W i e n , den 20. Juli 1914            


S t r e n g   g e h e i m


Durch Botschaftsrat zu dechiffrieren


Erhalten Euer Exzellenz Telegramm Nr. 523[1]. Aus geheimer sicherer Quelle wissen wir, daß deutscherseits wahrscheinlich durch Ihren deutschen Kollegen unsere Absicht sehr energischer mit Deutschland verabredeter Schritte gegen Serbien Marquis San Giuliano mitgeteilt worden sind. Derselbe hat sofort Instruktionen an italienische Vertreter in Petersburg und Bukarest ergehen lassen, selbe anweisend, dortige Regierungen auf Umwegen zu bewegen, in Berlin und Wien drohend aufzutreten, um unsere Aktion zu verhindern.

Selbstverständlich würden eventuelle Intimidierungsversuche bei uns wirkungslos bleiben. Herr von Tschirschky hat heute bei mir sehr besorgt gesprochen über Nachrichten aus der Umgebung San Giulianos, welcher infolge pessimistischer Berichte Herzog Avarnas sehr besorgt wäre und gegen die öffentliche Meinung nicht für seine Politik der Freundschaft mit uns einstehen könnte.

Vorstehendes zu Euer Exzellenz ausschließlich persönlichen Information.




  1. Siehe Nr. 24.



WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > I, 33. Graf Berchtold an Herrn von Mérey in Rom, 20. Juli 1914