I, 70. Graf Berchtold an die k. u. k. Botschafter in Madrid, beim Päpstlichen Stuhle, in Washington und in Tokio, 23. Juli 1914

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Latest revision as of 22:30, 13 May 2009

WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > I, 70. Graf Berchtold an die k. u. k. Botschafter in Madrid, beim Päpstlichen Stuhle, in Washington und in Tokio, 23. Juli 1914



T e l e g r a m m   i n   Z i f f e r n


W i e n , den 23. Juli 1914            


Adresse:
1. Prinz   F ü r s t e n b e r g , Madrid, Nr. 14,
2. Prinz   S c h ö n b u r g , Rom, Nr.40,
3. Dr.   D u m b a , Washington, Nr.23,
4. Baron   M ü l l e r , Tokio, Nr. 22.


1 - 3


Der k. u. k. Gesandte in Belgrad hat heute Donnerstag, den 23.1. M., der königlich serbischen Regierung eine Note überreicht, in welcher diese aufgefordert wird, eine Anzahl von Forderungen binnen 48 Stunden anzunehmen, die wir auf Grund der Ergebnisse der Sarajevoer Untersuchung und der Erkenntnis uns zu stellen gezwungen sehen, daß wir der von Belgrad aus schon seit Jahren betriebenen Aufwiegelung unserer südlichen Grenzländer ein Ende bereiten müssen.


ad 1


Vorstehendes zu Euer Durchlaucht Information und Regelung Ihrer Sprache. Der informierende Erlaß, den wir über unsere Demarche in Belgrad an die k. u. k. Vertreter bei den Signatarmächten gerichtet haben, folgt per Depeschenkasten.


ad 2


Vorstehendes zu Euer Durchlaucht Information und Regelung Ihrer Sprache sowie zur Mitteilung an den Herrn Kardinalstaatssekretär. Der informierende Erlaß, den wir über unsere Demarche in Belgrad an die k. u. k. Vertreter bei den Signatarmächten gerichtet haben, folgt per Depeschenkasten.


ad 3


Vorstehendes zu Euer Exzellenz Information und Regelung Ihrer Sprache sowie zur Mitteilung an den Herrn Staatssekretär.


ad 4


Da die Ergebnisse der in Sarajevo geführten Untersuchung dargetan haben, daß die Ermordung des Erzherzog Thronfolgers in Belgrad unter Mitwirkung serbischer Offiziere und Beamten beschlossen wurde und diese schreckliche Tat sich als das Resultat der serbischerseits seit langen Jahren betriebenen Aufwiegelung der Bevölkerung in unseren südlichen Grenzgebieten darstellt, haben wir uns gezwungen gesehen, am 23. 1. M. in Belgrad eine Anzahl von Forderungen zu stellen, die auf die Eindämmung der nach Österreich-Ungarn getragenen subversiven Bewegung gerichtet sind. Zur Erfüllung unserer Forderung haben wir der serbischen Regierung eine 48stündige Frist gestellt.
Ich ersuche Euer Exzellenz von dem Vorstehenden der kaiserlichen Regierung Mitteilung zu machen


G e h e i m


Es ist immerhin möglich, daß die weitere Entwicklung der Dinge zu einem kriegerischen Konflikte mit Serbien und eventuell auch mit Rußland führt.
Ich ersuche Euer Exzellenz, diese Möglichkeit im Auge zu behalten, und mir zu telegraphieren, ob es Ihnen aussichtsvoll erscheine, die Tokioter Regierung gegebenenfalls auf die sich bietende günstige Gelegenheit aufmerksam zu machen.



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