II, 43. Herr Otto an Grafen Berchtolt, 25. Juli 1914

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    Vor einigen Tagen zum Kurgebrauche nach Italien abgereister Ministerpräsident und Kriegsminister Vukotiƒ sowie an montenegrinisch-serbischer Grenze befindlicher General Mitar Martinoviƒ, Generaladjutant Seiner Majestät des Königs und vormaliger Minister des Äußern und Ministerpräsident, wurden, wie mir gemeldet, nach Cetinje . . .<ref>Chiffre fehlt. </ref>
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    Hier Ruhe, jedoch gedrückte Stimmung. Minister schüren zu Solidarität mit Serbien im Kriegsfalle. Es ist noch fraglich, ob es dem König und der Regierung gelingen wird, dieser Bewegung auf die Dauer standzuhalten.
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    Abgesehen von den heute sub Zahl 5 aus Antivari gemeldeten militärischen Vorbereitungen sollen Einberufungen behufs Verstärkung des Truppenstandes an der albanesischen Grenze erfolgt sein, und zwar angeblich, um Serbien im Falle eines albanesischen Überfalles den Rücken zu decken.
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    Seitens Seiner Majestät respektive der hiesigen Regierung liegen mir bis zur Stunde, außer den bereits gemeldeten, keinerlei weitere Gegenäußerungen auf meine gestrigen Mitteilungen und Bemerkungen vor.
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WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > II, 43. Herr Otto an Grafen Berchtolt, 25. Juli 1914



Telegramm Nr. 186


C e t i n j e , den 25. Juli 1914            
Aufg. 12 Uhr 5 M. a. m. 26./7.            
Eingetr. 11 Uhr 30 M. a. m. 26./7.            


C h i f f r e


Vor einigen Tagen zum Kurgebrauche nach Italien abgereister Ministerpräsident und Kriegsminister Vukotiƒ sowie an montenegrinisch-serbischer Grenze befindlicher General Mitar Martinoviƒ, Generaladjutant Seiner Majestät des Königs und vormaliger Minister des Äußern und Ministerpräsident, wurden, wie mir gemeldet, nach Cetinje . . .[1]
Hier Ruhe, jedoch gedrückte Stimmung. Minister schüren zu Solidarität mit Serbien im Kriegsfalle. Es ist noch fraglich, ob es dem König und der Regierung gelingen wird, dieser Bewegung auf die Dauer standzuhalten.
Abgesehen von den heute sub Zahl 5 aus Antivari gemeldeten militärischen Vorbereitungen sollen Einberufungen behufs Verstärkung des Truppenstandes an der albanesischen Grenze erfolgt sein, und zwar angeblich, um Serbien im Falle eines albanesischen Überfalles den Rücken zu decken.
Seitens Seiner Majestät respektive der hiesigen Regierung liegen mir bis zur Stunde, außer den bereits gemeldeten, keinerlei weitere Gegenäußerungen auf meine gestrigen Mitteilungen und Bemerkungen vor.




  1. Chiffre fehlt.



WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > II, 43. Herr Otto an Grafen Berchtolt, 25. Juli 1914


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