II, 74. Graf Szápáry an Grafen Berchtold, 27. Juli 1914

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    Vorbereitende Mobilisierungsmaßnahmen im europäischen Rußland werden, ähnlich wie Kriegsminister gestern Kollegen gegenüber erwähnte, jedoch ohne spezielle Ausnahme gegenüber deutscher Grenze zugegeben.
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    Machte auf Bedenklichkeit solcher Maßnahmen, die deutscher- und unsererseits ähnliche »Vorbereitungen« provozieren könnten, aufmerksam.
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    Türkischen Kollegen gegenüber äußerten mehrere Offiziere im Generalstab, daß österreichisch-ungarischer Bluff sehr möglich, da Kriegsoperationen ja noch immer nicht begonnen hätten.</blockquote>
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Revision as of 06:34, 3 March 2009

WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > II, 74. Graf Szápáry an Grafen Berchtold, 27. Juli 1914



Telegramm Nr. 170


P e t e r s b u r g , den 27. Juli 1914
Aufg. 11 Uhr 22, M. p. m.
Eingetr. 12 Uhr 30 M. a. m. 28./7.


C h i f f r e


Militärattaché an Chef des Generalstabes[1].
Heute abends im Generalstab Stimmung kompliziert, weil einerseits nicht recht an österreichisch-ungarische Energie, andererseits auch an europäische Beilegung des Konfliktes geglaubt wird.
Vorbereitende Mobilisierungsmaßnahmen im europäischen Rußland werden, ähnlich wie Kriegsminister gestern Kollegen gegenüber erwähnte, jedoch ohne spezielle Ausnahme gegenüber deutscher Grenze zugegeben.
Machte auf Bedenklichkeit solcher Maßnahmen, die deutscher- und unsererseits ähnliche »Vorbereitungen« provozieren könnten, aufmerksam.
Türkischen Kollegen gegenüber äußerten mehrere Offiziere im Generalstab, daß österreichisch-ungarischer Bluff sehr möglich, da Kriegsoperationen ja noch immer nicht begonnen hätten.




  1. Wurde direkt mitgeteilt. (Zurück)



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