II, 88. Graf Berchtold an Grafen Szécsen in Paris, 28. Juli 1914

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     Euer Exzellenz Telegramm Nr. 129 vom 26. 1. M.<ref>Siehe [[II, 56. Graf Szécsen an Grafen Berchtold, 26. Juli 1914|II, Nr. 56]].   (Zurück)
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     Euer Exzellenz Telegramm Nr. 129 vom 26. 1. M.<ref>Siehe [[II, 56. Graf Szécsen an Grafen Berchtold, 26. Juli 1914|II, Nr. 56]].
 
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     Euer Exzellenz wollen das Ihnen übermittelte Dossier (Postsendung vom 25./VII.) und die heute ebenfalls im Postwege an Eure Exzellenz abgehenden kritischen Bemerkungen zu der serbischen Antwortnote<ref>Siehe [[II, 96. Zirkularerlaß an alle Missionen, 28. Juli 1914|II, Nr. 96]].   (Zurück)</ref>, aus denen die Gründe unserer Ablehnung derselben klar hervorgehen, sowohl den französischen Staatsmännern wie der Öffentlichkeit gegenüber nach Tunlichkeit verwerten. Speziell wollen Sie auf das Moment den Nachdruck legen, daß Serbien, nur um Europa irrezuführen, in seiner Note sich den Anschein der Nachgiebigkeit gegeben, aber keinerlei Garantien für die Zukunft geboten habe; nahezu jede seiner Zusagen sei durch Vorbehalte und Reserven wertlos gemacht. Seine wahre Gesinnung habe es durch seine Mobilisierung gezeigt, während wir vor Ablauf der befristeten Note keine militärischen Maßnahmen getroffen hatten.
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     Euer Exzellenz wollen das Ihnen übermittelte Dossier (Postsendung vom 25./VII.) und die heute ebenfalls im Postwege an Eure Exzellenz abgehenden kritischen Bemerkungen zu der serbischen Antwortnote<ref>Siehe [[II, 96. Zirkularerlaß an alle Missionen, 28. Juli 1914|II, Nr. 96]]. </ref>, aus denen die Gründe unserer Ablehnung derselben klar hervorgehen, sowohl den französischen Staatsmännern wie der Öffentlichkeit gegenüber nach Tunlichkeit verwerten. Speziell wollen Sie auf das Moment den Nachdruck legen, daß Serbien, nur um Europa irrezuführen, in seiner Note sich den Anschein der Nachgiebigkeit gegeben, aber keinerlei Garantien für die Zukunft geboten habe; nahezu jede seiner Zusagen sei durch Vorbehalte und Reserven wertlos gemacht. Seine wahre Gesinnung habe es durch seine Mobilisierung gezeigt, während wir vor Ablauf der befristeten Note keine militärischen Maßnahmen getroffen hatten.
 
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Latest revision as of 18:56, 11 June 2009

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Telegramm Nr. 169


W i e n , den 28. Juli 1914            
Chiffr. 1 Uhr 20 M. p. m.            


C h i f f r e


Euer Exzellenz Telegramm Nr. 129 vom 26. 1. M.[1].
Euer Exzellenz wollen das Ihnen übermittelte Dossier (Postsendung vom 25./VII.) und die heute ebenfalls im Postwege an Eure Exzellenz abgehenden kritischen Bemerkungen zu der serbischen Antwortnote[2], aus denen die Gründe unserer Ablehnung derselben klar hervorgehen, sowohl den französischen Staatsmännern wie der Öffentlichkeit gegenüber nach Tunlichkeit verwerten. Speziell wollen Sie auf das Moment den Nachdruck legen, daß Serbien, nur um Europa irrezuführen, in seiner Note sich den Anschein der Nachgiebigkeit gegeben, aber keinerlei Garantien für die Zukunft geboten habe; nahezu jede seiner Zusagen sei durch Vorbehalte und Reserven wertlos gemacht. Seine wahre Gesinnung habe es durch seine Mobilisierung gezeigt, während wir vor Ablauf der befristeten Note keine militärischen Maßnahmen getroffen hatten.




  1. Siehe II, Nr. 56.
  2. Siehe II, Nr. 96.



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