Difference between revisions of "III, 10. Herr von Mérey an Grafen Berchtold, 29. Juli 1914"

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    Die am Schluß meines Telegrammes Nr. 546 vom 28. 1. M.<ref>Siehe [[II, 85. Herr von Mérey an Grafen Berchtold, 28. Juli 1914|II, Nr. 85]].  </ref> angekündigte Antwort der italienischen Regierung ist mir heute seitens des Kabinettchefs Ministers des Äußern in schriftlicher Form, aber mit dem Bemerken, daß sie als mündlich erteilt zu gelten habe, zugekommen.
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    Ich teile Text in separatem Telegramm (mit weniger geheimer Chiffre) mit<ref>Siehe die folgende Nummer.    </ref>.
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    Diese Antwort bestätigt vollständig meinen Eindruck, daß es der hiesigen Regierung vor allem anderen auf die Kompensationsfrage ankommt, daß sie dieselbe jetzt forcieren will, daß sie sich hiebei auf Deutschland beruft, welches angesichts unserer differierenden Anschauungen offenbar zu . . . <ref>Chiffre fehlt.  </ref>, nämlich im italienischen Sinne zu entscheiden hätte (vide das vorletzte Alinea der Antwort), sogar eine erpresserische Note anschlägt, und daß sie charakteristischerweise die betreffenden Konversationen in Wien und Berlin führen will.
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    Je entgegenkommender, zufriedener, dankbarer wir uns gegenüber der Haltung Italiens zeigen werden, desto weitgehender und insistierender werden die hiesigen Prätensionen werden.</blockquote>
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WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > III, 10. Herr von Mérey an Grafen Berchtold, 29. Juli 1914



Telegramm Nr. 552


R o m , den 29. Juli 1914            
Aufg. 2 Uhr • / . a. m.            
Eingetr. 1 Uhr • / . p.m.            


C h i f f r e


Die am Schluß meines Telegrammes Nr. 546 vom 28. 1. M.[1] angekündigte Antwort der italienischen Regierung ist mir heute seitens des Kabinettchefs Ministers des Äußern in schriftlicher Form, aber mit dem Bemerken, daß sie als mündlich erteilt zu gelten habe, zugekommen.

Ich teile Text in separatem Telegramm (mit weniger geheimer Chiffre) mit[2]. Diese Antwort bestätigt vollständig meinen Eindruck, daß es der hiesigen Regierung vor allem anderen auf die Kompensationsfrage ankommt, daß sie dieselbe jetzt forcieren will, daß sie sich hiebei auf Deutschland beruft, welches angesichts unserer differierenden Anschauungen offenbar zu . . . [3], nämlich im italienischen Sinne zu entscheiden hätte (vide das vorletzte Alinea der Antwort), sogar eine erpresserische Note anschlägt, und daß sie charakteristischerweise die betreffenden Konversationen in Wien und Berlin führen will.

Je entgegenkommender, zufriedener, dankbarer wir uns gegenüber der Haltung Italiens zeigen werden, desto weitgehender und insistierender werden die hiesigen Prätensionen werden.




  1. Siehe II, Nr. 85.
  2. Siehe die folgende Nummer.
  3. Chiffre fehlt.



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