III, 103. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 2. August 1914

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     Auch hat die italienische Regierung auf die rumänische Anfrage (Euer Exzellenz Telegramm Nr. 306 vom 31. vorigen Monats) nach Bukarest antworten lassen, sie sehe für sich (Italien), da unser kriegerisches Vorgehen gegen Serbien einen feindlichen Akt gegen Rußland bedeute, den casus foederis nicht gegeben. Das gleiche gelte auch für Rumänien, und letzteres solle daher  &nbsp; n e u t r a l &nbsp;  bleiben.
 
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Latest revision as of 21:08, 22 May 2009

WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > III, 103. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 2. August 1914



Telegramm Nr. 359


B e r l i n , den 2. August 1914
Aufg. 6 Uhr 22 M. p. m.
Eingetr. 1 Uhr • / . a. m. 3 /8.


C h i f f r e   —   S t r e n g g e h e i m


Italien.
Wie mir Unterstaatssekretär mitteilt, lauten die heutigen von gestern abends stammenden Depeschen des deutschen Botschafters in Rom sehr ungünstig.
Es scheint danach noch immer, daß Italien nur neutral bleiben wolle.
Auch hat die italienische Regierung auf die rumänische Anfrage (Euer Exzellenz Telegramm Nr. 306 vom 31. vorigen Monats) nach Bukarest antworten lassen, sie sehe für sich (Italien), da unser kriegerisches Vorgehen gegen Serbien einen feindlichen Akt gegen Rußland bedeute, den casus foederis nicht gegeben. Das gleiche gelte auch für Rumänien, und letzteres solle daher   n e u t r a l   bleiben.
Kaiser Wilhelm hat König Viktor Emanuel und deutsche Regierung der italienischen Regierung heute nochmals telegraphisch bestimmter Hoffnung Ausdruck verliehen, daß Italien aktiv auf unserer Seite sich stellen werde.



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