III, 13. Graf Berchtold an Grafen Mensdorff in London, 29. Juli 1914

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Chiffre 2 Uhr 20 M. a. m. 30./7.</p>
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     Telegramm Nr. 115 vom 28. 1. M. erhalten<ref>Siehe II, Nr. 91.     (Zurück)</ref>.
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     Telegramm Nr. 115 vom 28. 1. M. erhalten<ref>Siehe [[II, 91. Graf Mensdorff an Grafen Berchtold, 28. Juli 1914|II, Nr. 91]]. </ref>.
 
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     Ich ersuche Euer Exzellenz, Sir E. Grey mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Argumenten darüber aufzuklären, daß wir bei unserer Aktion gegen Serbien   d u r c h   n i e m a n d e n   g e s c h o b e n   w e r d e n,   uns vielmehr lediglich von dem vitalen Interesse unserer Monarchie beraten lassen, das uns zur Pflicht macht, der großserbischen Wühlarbeit in unseren Grenzländern in energischer Weise ein Ziel zu setzen.
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     Ich ersuche Euer Exzellenz, Sir E. Grey mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Argumenten darüber aufzuklären, daß wir bei unserer Aktion gegen Serbien &nbsp;  d u r c h &nbsp;  n i e m a n d e n &nbsp;  g e s c h o b e n &nbsp; w e r d e n, &nbsp;  uns vielmehr lediglich von dem vitalen Interesse unserer Monarchie beraten lassen, das uns zur Pflicht macht, der großserbischen Wühlarbeit in unseren Grenzländern in energischer Weise ein Ziel zu setzen.
 
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Latest revision as of 17:41, 19 June 2009

WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > III, 13. Graf Berchtold an Grafen Mensdorff in London, 29. Juli 1914



Telegramm Nr. 184


W i e n , den 29. Juli 1914           
Chiffre 2 Uhr 20 M. a. m. 30./7.           


T e l e g r a m m   i n   Z i f f e r n   -  G e h e i m


Telegramm Nr. 115 vom 28. 1. M. erhalten[1].
Ich ersuche Euer Exzellenz, Sir E. Grey mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Argumenten darüber aufzuklären, daß wir bei unserer Aktion gegen Serbien   d u r c h   n i e m a n d e n   g e s c h o b e n   w e r d e n,   uns vielmehr lediglich von dem vitalen Interesse unserer Monarchie beraten lassen, das uns zur Pflicht macht, der großserbischen Wühlarbeit in unseren Grenzländern in energischer Weise ein Ziel zu setzen.
Es ist ebenso unser wie Deutschlands aufrichtigster Wunsch, daß das gute Verhältnis zwischen den europäischen Großmächten nicht gestört werde und der Weltfriede erhalten bleiben möge.
Die durch die jahrelangen Provokationen seitens Serbiens erzeugte Mißstimmung gegen dieses Land habe sich aber unter dem Eindruck der furchtbaren Bluttat in Sarajevo zu einer derartigen Empörung gesteigert, daß besonders unsere eigene kaisertreue südslawische Bevölkerung es nicht mehr verstanden hätte, wenn wir das bisherige Geschehenlassen noch weiter fortgesetzt hätten.




  1. Siehe II, Nr. 91.



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