III, 162. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 8. August 1914

From World War I Document Archive
(Difference between revisions)
Jump to: navigation, search
(New page: WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > '''III, 162. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 8. August 19...)
 
Line 3: Line 3:
  
  
 +
Telegramm Nr. 399
  
  
 +
<p align="right">
 +
B e r l i n ,  den 8. August 1914<br>
 +
Aufg. 7 Uhr 50 M. p. m.  <br>
 +
Eingetr. 11 Uhr  · / .  p. m.</p>
 +
 +
 +
<center>
 +
S t r e n g  g e h e i m</center> 
 +
 +
 +
<blockquote>
 +
    Zu meinem Telegramm Nr. 391 vom 6. d. M.<ref>Vgl. III, Nr. 153.    (Zurück)</ref>
 +
</blockquote>
 +
<blockquote>
 +
    Staatssekretär ersuchte mich heute, den verbindlichsten Dank der deutschen Regierung Euer Exzellenz zu übermitteln für Verständigung, daß das k. u. k. Kabinett trotz Bedenken der k. u. k. Marine dennoch bereit wäre, sofort, falls der Reichskanzler darauf bestehen würde, Frankreich und England den Krieg zu erklären.
 +
</blockquote>
 +
<blockquote>
 +
    Nach erneuter Rücksprache mit dem hiesigen General­ und Marinestab ersuchen der Reichskanzler und der Staatssekretär nunmehr, mit der Kriegserklärung zuzuwarten, bis darüber Verhandlungen zwischen Wien und Berlin stattfinden.
 +
</blockquote>
 +
<blockquote>
 +
    Unsere sofortige Kriegserklärung sei unter dem Eindrucke der Katastrophe, welche dem deutschen Kriegsschiffe »Goeben« bevorzustehen schien, damals deutscherseits erbeten worden; diese Gefahr sei aber jetzt voraussichtlich beseitigt.</blockquote>
  
  

Revision as of 14:15, 2 April 2009

WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > III, 162. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 8. August 1914



Telegramm Nr. 399


B e r l i n , den 8. August 1914
Aufg. 7 Uhr 50 M. p. m.
Eingetr. 11 Uhr · / . p. m.


S t r e n g g e h e i m


Zu meinem Telegramm Nr. 391 vom 6. d. M.[1]
Staatssekretär ersuchte mich heute, den verbindlichsten Dank der deutschen Regierung Euer Exzellenz zu übermitteln für Verständigung, daß das k. u. k. Kabinett trotz Bedenken der k. u. k. Marine dennoch bereit wäre, sofort, falls der Reichskanzler darauf bestehen würde, Frankreich und England den Krieg zu erklären.
Nach erneuter Rücksprache mit dem hiesigen General­ und Marinestab ersuchen der Reichskanzler und der Staatssekretär nunmehr, mit der Kriegserklärung zuzuwarten, bis darüber Verhandlungen zwischen Wien und Berlin stattfinden.
Unsere sofortige Kriegserklärung sei unter dem Eindrucke der Katastrophe, welche dem deutschen Kriegsschiffe »Goeben« bevorzustehen schien, damals deutscherseits erbeten worden; diese Gefahr sei aber jetzt voraussichtlich beseitigt.



WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > III, 162. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 8. August 1914


Personal tools
Namespaces
Variants
Actions
Navigation
Toolbox