III, 57. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 31. Juli 1914

From World War I Document Archive
(Difference between revisions)
Jump to: navigation, search
m
 
Line 32: Line 32:
 
</blockquote>
 
</blockquote>
 
<blockquote>
 
<blockquote>
     Auf ein Telegramm Kaiser Wilhelms hinsichtlich des Vermittlungsvorschlages Sir E. Greys an unseren allerhöchsten Herrn habe er heute von Allerhöchstdemselben Antwortdepesche erhalten<ref>Vgl. [[III, 49. Depeschenwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser und König Franz Joseph I, 30./31. Juli 1914|III, Nr. 49]], B.     (Zurück)</ref>, die ihn besonders durch den warmen Ton erfreut habe, worin aber der Vermittlungsvorschlag &nbsp;  b e g r e i f l i c h e r w e i s e &nbsp;  abgelehnt worden sei.
+
     Auf ein Telegramm Kaiser Wilhelms hinsichtlich des Vermittlungsvorschlages Sir E. Greys an unseren allerhöchsten Herrn habe er heute von Allerhöchstdemselben Antwortdepesche erhalten<ref>Vgl. [[III, 49. Depeschenwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser und König Franz Joseph I, 30./31. Juli 1914|III, Nr. 49, B]]. </ref>, die ihn besonders durch den warmen Ton erfreut habe, worin aber der Vermittlungsvorschlag &nbsp;  b e g r e i f l i c h e r w e i s e &nbsp;  abgelehnt worden sei.
 
</blockquote>
 
</blockquote>
 
<blockquote>
 
<blockquote>

Latest revision as of 19:03, 11 June 2009

WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > III, 57. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 31. Juli 1914



Telegramm Nr. 344


B e r l i n , den 31. Juli 1914
Aufg. 8 Uhr 52 M. p. m.
Eingetr. 5 Uhr 15 M. p. m. 1./8.


C h i f f r e   —   G e h e i m


Militärattaché wurde heute 5 Uhr zu Seiner Majestät Kaiser Wilhelm befohlen, der in großen Zügen folgendes ausführte:
Seine Majestät der Kaiser fing damit an, daß er mit Kaiser Nikolaus über die Erhaltung des Weltfriedens Depeschenwechsel hatte.
Zar betonte Friedensliebe, trotzdem bereits am 24. 1. M. erste Maßnahmen für teilweise Mobilisierung in Rußland getroffen wurden. Kaiser Nikolaus beteuerte wiederum, im gestrigen Telegramme seine Friedensliebe, trotzdem bereits allgemeine Mobilisierung angeordnet war. In der heutigen Depesche versichert Zar, daß Armee wohl mobilisiert, er aber »sein Wort dafür gebe, daß trotz alledem alles stehen bleiben werde«.
Gegentelegramme Kaiser Wilhelms betonten Bereitwilligkeit zur Vermittlung und führten in sehr scharfen Worten aus, daß durch die getroffenen russischen Maßnahmen der Zar die Verantwortung für den Ausbruch des Weltkrieges übernehme; auch finde er es unbegreiflich, daß er, Kaiser Nikolaus, die Sache der mörderischen Serben zu der seinigen mache.
Neben diesem Depeschenwechsel lief parallel ein anderer Depeschenwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und König von England, in dem Kaiser Wilhelm seine Bereitwilligkeit zur Vermittlung aussprach und König Georg dringendst nahelegte, auf seine Verbündeten Pression auszuüben.
Auf ein Telegramm Kaiser Wilhelms hinsichtlich des Vermittlungsvorschlages Sir E. Greys an unseren allerhöchsten Herrn habe er heute von Allerhöchstdemselben Antwortdepesche erhalten[1], die ihn besonders durch den warmen Ton erfreut habe, worin aber der Vermittlungsvorschlag   b e g r e i f l i c h e r w e i s e   abgelehnt worden sei.
Weiters setzte Kaiser Wilhelm seine Bemühungen auseinander zur Gewinnung aktiver Bundesgenossen.
An König Karl von Rumänien habe er telegraphiert, daß er als Chef des Hauses Hohenzollern unbedingt auf seine aktive Unterstützung durch Ausführung des geschriebenen Vertrages rechne.
Der soeben aus Rumänien zurückgekehrte Graf Hutten¬Czapski habe Kaiser Wilhelm seine vollste Überzeugung ausgesprochen, daß Rumänien aktiv auf Seite des Dreibundes eingreifen werde.
Kaiser Wilhelm fügte daran die Bemerkung, Österreich¬Ungarn solle doch Rumänien Beßarabien versprechen.


Fortsetzung folgt.




  1. Vgl. III, Nr. 49, B.



WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > III, 57. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 31. Juli 1914


Personal tools
Namespaces
Variants
Actions
Navigation
Toolbox