Difference between revisions of "III, 84. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 1. August 1914"

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     Die Ausführungen des Kaisers waren im wesentlichen eine Wiederholung seiner gestrigen Unterhaltung mit dem k. u. k. Militärattaché (vide meine Telegramme von gestern<ref>Siehe III, Nr. 57  und   58.    (Zurück)</ref>). Besonders betonte Kaiser Wilhelm zu wiederholten Malen, daß Österreich-Ungarn unbedingt seine Hauptmacht mit allen verfügbaren Mitteln gegen Rußland richten müsse, da nach den Höchstihm zugekommenen Nachrichten die Truppenansammlungen an der russisch¬österreichischen Grenze Riesendimensionen annehmen.
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     Die Ausführungen des Kaisers waren im wesentlichen eine Wiederholung seiner gestrigen Unterhaltung mit dem k. u. k. Militärattaché (vide meine Telegramme von gestern<ref>Siehe [[III, 57. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 31. Juli 1914|III, Nr. 57]]   und [[III, 58. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 31. Juli 1914|III. Nr. 58]].    </ref>). Besonders betonte Kaiser Wilhelm zu wiederholten Malen, daß Österreich-Ungarn unbedingt seine Hauptmacht mit allen verfügbaren Mitteln gegen Rußland richten müsse, da nach den Höchstihm zugekommenen Nachrichten die Truppenansammlungen an der russisch¬österreichischen Grenze Riesendimensionen annehmen.
 
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Latest revision as of 17:59, 19 June 2009

WWI Archive > Dokumente zum Kriegsausbruch > III, 84. Graf Szögyény an Grafen Berchtold, 1. August 1914



Telegramm Nr. 350


B e r l i n , den 1. August 1914
Aufg. 2 Uhr 50 M. p. m.
Eingetr. 7 Uhr • / . p. m.


C h i f f r e   —   G e h e i m


Kaiser Wilhelm hat heute bei einem Spazierritt im Tiergarten Legationsrat Grafen Larisch in ein längeres politisches Gespräch zu ziehen geruht.

Die Ausführungen des Kaisers waren im wesentlichen eine Wiederholung seiner gestrigen Unterhaltung mit dem k. u. k. Militärattaché (vide meine Telegramme von gestern[1]). Besonders betonte Kaiser Wilhelm zu wiederholten Malen, daß Österreich-Ungarn unbedingt seine Hauptmacht mit allen verfügbaren Mitteln gegen Rußland richten müsse, da nach den Höchstihm zugekommenen Nachrichten die Truppenansammlungen an der russisch¬österreichischen Grenze Riesendimensionen annehmen.

Weiters erwähnte deutscher Kaiser, daß die Tatsache der allgemeinen Mobilisierung Rußlands ihn vollkommen überrascht hätte.

Was die Haltung Englands betreffe, so hätte König Georg selbst dem Prinzen Heinrich bei dessen vor kurzem stattgefundenen Besuch in England versichert, daß England bei einem Konflikt der vier Kontinentalmächte nicht   a k t i v   eingreifen werde; diese königliche Versicherung habe jedoch Sir E. Grey 24. Stunden später desavouiert, indem er deutschem Botschafter in London erklärte, daß England nicht ruhig bleiben könne und seine »Alliierten« unbedingt unterstützen müsse.




  1. Siehe III, Nr. 57 und III. Nr. 58.



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