III, 93. Graf Szécsen an Grafen Berchtold, 1. August 1914

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Telegramm Nr. 148


P a r i s , den 1. August 1914
Aufg. 10 Uhr 50 M. p. m.
Eingetr. 9 Uhr • / . a.m. 2./8.


C h i f f r e


Frankreich hat heute allgemeine Mobilisierung angeordnet. Herr Margerie, der mir dies mitteilte, sagte mir gleichzeitig, daß hiesige Regierung Vorschlag Sir E. Greys betreffs simultaner Einstellung militärischer Maßnahmen zugestimmt hat.
Französische Mobilisierung sei rein defensiv und sei nur Antwort auf deutsche Maßnahmen. Sobald Deutschland Greyschen Vorschlag annimmt und militärische Maßnahmen einstellt, werde Frankreich gleiches tun.
Von Mobilisierung zur Kriegserklärung sei übrigens ein langer Weg, speziell hier, wo Zustimmung des Parlaments nötig, das bisher nicht einberufen ist.
Zwischen Deutschland und Frankreich bestehen gar keine Streitfragen und könne man sich hier deutsche Haltung und Sprache des Botschafters nur mit dem Wunsch Deutschlands, Krieg herbeizuführen, erklären.
Ich trat dieser Ansicht entgegen.
Mein Mitredner erwähnte mit Befriedigung unsere Besprechungen mit Petersburg und betonte nachdrücklichst französischen Wunsch, Detente herbeizuführen.



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