3. Die Ansicht des Souschefs des französischen Generalstabes

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                         (3. französisches Gelbbuch Nr. 71)
     L'Empereur m'a parlé ensuite de la mobilisation au sujet de
l'article 2.
     Je lui ai fait remarquer que la mobilisation c'était la décla-
ration de guerre; que mobiliser c'était obliger son voisin à en faire
autant; que la mobilisation entraînait l'exécution des transports
stratégiques de la concentration.
     Sans cela, laiser mobiliser un million d'hommes sur sa fron-
tière, sans en faire simultanément autant, c'était s'interdire toute
possibilité de bouger ensuite, et se placer dans la Situation d'un
individu qui, ayant un pistolet dans sa poche, laisserait son voisin
lui en mettre un armé sur le front sans tirer le sien.
     „C'est bien comme cela que je le comprends", m'a répondu
l'Empereur.

                                   Ü b e r s e t z u n g

     Der Kaiser sprach mir sodann wegen des Artikels 2 über die
Mobilmachung.
     Ich habe ihm auseinandergesetzt, daß die Mobilmachung die
Kriegserklärung ist; daß die Mobilmachung den Nachbar zwingt,
das Gleiche zu tun ; daß die Mobilmachung die Durchführung der
strategischen Transporte und des Aufmarsches nach sich zieht.
     Wenn man sonst eine Million Soldaten an seiner Grenze mobil-
machen läßt, ohne gleichzeitig dasselbe zu tun, so heißt das, sich
jede spätere Bewegungsfreiheit nehmen und sich in die Lage eines
Mannes versetzen, der mit einer Pistole in der Tasche seinem Nach-
bar gestattet, ihm einen geladenen Revolver auf die Brust zu setzen.
     „Das ist genau auch meine Auffassung", antwortete der Kaiser.


 *) Dieses Schriftstück ist aufbewahrt in einem Umschlag, der folgenden
eigenhändigen Vermerk trägt: „Die Militärkonvention ist angenommen durch
den Brief des Herrn von Giers an Herrn von Montebello, wodurch dieser Kon-
vention Vertragskraft verliehen ist."        gez.: Felix Faure, 15. Oktober.