Difference between revisions of "Nr. 104. Der Botschafter in Wien an das Auswärtige Amt, 21. Juli 1914"

From World War I Document Archive
Jump to: navigation, search
Line 19: Line 19:
 
<hr>
 
<hr>
 
<sup>1</sup> Nach der Entzifferung. <br>
 
<sup>1</sup> Nach der Entzifferung. <br>
<sup>2</sup> Aufgegeben in Wien, 21. Juli 7nachm., angekommen im Auswärtigen Amt <br>
+
<sup>2</sup> Aufgegeben in Wien, 21. Juli 7<sup>50</sup> nachm., angekommen im Auswärtigen Amt <br>
 
9<sup>25</sup> nachm.; Eingangsvermerk: 22. Juli vorm. Am 22. Juli 1<sup>38</sup> nachm. von <br>
 
9<sup>25</sup> nachm.; Eingangsvermerk: 22. Juli vorm. Am 22. Juli 1<sup>38</sup> nachm. von <br>
 
Jagow telegraphisch dem Kaiser mitgeteilt, mit Auslassung der Worte <br>
 
Jagow telegraphisch dem Kaiser mitgeteilt, mit Auslassung der Worte <br>
Line 28: Line 28:
 
Bevölkerung nicht vertragen könne« (nach dem Konzept von Jagows Hand). <br>
 
Bevölkerung nicht vertragen könne« (nach dem Konzept von Jagows Hand). <br>
 
Entzifferung dieses Telegramms, das 7<sup>30</sup> nachm. im Hoflager ankam, lag <br>
 
Entzifferung dieses Telegramms, das 7<sup>30</sup> nachm. im Hoflager ankam, lag <br>
dem Kaiser noch am 22. Juli vor. Telegramm Tschirschkys von Jagow <br>
+
dem Kaiser noch am 22. Juli vor. Telegramm Tschirschky von Jagow <br>
 
am 22. Juli mit Auslassung der Worte »nach meiner . . . . . . . . . Berchtold« <br>
 
am 22. Juli mit Auslassung der Worte »nach meiner . . . . . . . . . Berchtold« <br>
 
telegraphisch auch dem Botschafter in Rom mitgeteilt, 10<sup>30</sup> vorm. zum <br>
 
telegraphisch auch dem Botschafter in Rom mitgeteilt, 10<sup>30</sup> vorm. zum <br>
 
Telegraphenamt. <br>
 
Telegraphenamt. <br>

Revision as of 14:18, 19 May 2015

WWI Document Archive > Official Papers > Die Deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch 1914 — Volume 1 > Nr. 104.
Nr. 104
Der Botschafter in Wien an das Auswärtige Amt1

Telegramm 93                               Wien, den 21. Juli 19142
Geheim !

     Gestern nachmittag, nach meiner Unterredung mit Graf Berchtold,
ist Herr von Merey, um möghchstes Entgegenkommen gegen Italien
zu zeigen, autorisiert worden, dem Marquis di San Giuliano schon
jetzt im allgemeinen Mitteilung zu machen über die hiesigen Pläne
Serbien gegenüber und insbesondere anzudeuten, daß die Monarchie
für sich keinerlei Gebietszuwachs anstrebt.

                                                            T s c h i r s c h k y


1 Nach der Entzifferung.
2 Aufgegeben in Wien, 21. Juli 750 nachm., angekommen im Auswärtigen Amt
925 nachm.; Eingangsvermerk: 22. Juli vorm. Am 22. Juli 138 nachm. von
Jagow telegraphisch dem Kaiser mitgeteilt, mit Auslassung der Worte
»nach meiner . . . . . . . . . . Berchtold«, und mit folgendem Zusatz: »Bericht-
lich meldet Herr von Tschirschky ferner, daß Graf Berchtold ihm gesagt
habe, Österreich-Ungarn erstrebe keinerlei serbisches Gebiet, da Graf Tisza
bestimmt erklärt hätte, daß Ungarn einen weiteren Zuwachs an serbischer
Bevölkerung nicht vertragen könne« (nach dem Konzept von Jagows Hand).
Entzifferung dieses Telegramms, das 730 nachm. im Hoflager ankam, lag
dem Kaiser noch am 22. Juli vor. Telegramm Tschirschky von Jagow
am 22. Juli mit Auslassung der Worte »nach meiner . . . . . . . . . Berchtold« 
telegraphisch auch dem Botschafter in Rom mitgeteilt, 1030 vorm. zum
Telegraphenamt.