Difference between revisions of "Nr. 353 Der englische Botschafter an den Reichskanzler, 29. Juli 1914"

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WWI Document Archive > Official Papers > Die Deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch 1914 — Volume 2 > Nr. 353.
Nr. 353
Der englische Botschafter an den Reichskanzler1

     Sir Edward Goschen has been instructed by Sir Edward Grey
to express to the Imperial Chancellor bis thanks for the confidence
which His Excellency has shown, a confidence which Sir Edward
Grey much appreciates and will respect in accordance with the Chan-
cellor's wishes. If the Imperial Chancellor can succeed in inducing
the Austro-Hungarian Government to give the Russian Government
assurances which will satisfy the latter and to abstain from going
so far as to come into collision with Russia "we shall all join
together in gratitude that the peace of Europe has been preserved".
The Chancellor may rely upon His Majesty's Government continuing
to omit no opportunity of working for peace.


                                             Ü b e r s e t z u n g

     Sir Edward Goschen ist von Sir Edward Grey beauftragt worden, dem
Reichskanzler seinen Dank für das Vertrauen auszudrücken, daß S. Exz.
bewiesen hat. Sir Edward Grey schätzt dieses Vertrauen hoch und wird
dementsprechend die Wünsche des Kanzlers berücksichtigen. Wenn es dem
Reichskanzler gelingt, die österreichisch-ungarische Regierung zu bewegen,
daß sie der russischen Regierung Zusicherungen gibt, die diese letztere befrie-
digen, und daß sie weitgehende Schritte vermeidet, die zu einem Konflikt
mit Rußland führen, »werden wir alle vereint dafür Dank sagen, daß der Friede
Europas erhalten wurde«. Der Kanzler möge sich darauf verlassen, daß Sr. M.
Regierung fortfahren wird, keine Gelegenheit vorübergehen zu lassen, um
für den Frieden zu arbeiten.


1 Nach der Ausfertigung. Ohne Datum, aber offenbar die Ausrichtung des
Auftrages im englischen Blaubuch Nr. 77 vom 29. Juli. Der Reichskanzler
hat noch am 29. Juli Kenntnis genommen. Am 30. Juli wurde die Mit-
teilung von Zimmermann ans Zentralbureau zurückgegeben, nachdem auch
Jagow sie gelesen hatte. Eingangsvermerk des Auswärtigen Amts:
30. Juli nachm.