Difference between revisions of "Nr. 435 Der Botschafter in London an das Auswärtige Amt, 30. Juli 1914"

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<sup>3</sup> Siehe [[Nr. 409 Der Reichskanzler an den Botschafter in London, 30. Juli 1914|Nr. 409]].

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WWI Document Archive > Official Papers > Die Deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch 1914 — Volume 2 > Nr. 435.
Nr. 435
Der Botschafter in London an das Auswärtige Amt1

Telegramm 184                               London, den 30. Juli 19142

     Habe soeben mit Sir E. Grey in obigem3 Sinne gesprochen.
Er sagt, er könne mir versichern, daß die Franzosen ihren ganzen
Einfluß in Petersburg im Sinne einer friedlichen Entwicklung geltend
machten. Auch sei nach hiesigen Nachrichten bisher lediglich die
Einberufung der Urlauber an der deutschen Grenze erfolgt. Eigent-
liche Kriegsvorbereitungen, wie Einberufung der Reservisten, seien
nicht erfolgt. Er wird übrigens heute nachmittag mit Cambon
sprechen und hat mich nochmals zu sich bestellt, um mir das Er-
gebnis mitzuteilen.
     Was die russischen Rüstungen betrifft, so wird er versuchen,
im gewünschten Sinne durch Graf Benckendorff heute noch zu wirken.
     Der Minister hofft zuversichtlich, daß es der vermittelnden
Tätigkeit Ew. Exz. gelingen werde, eine Einigung herbeizuführen,
und will auch in Petersburg im Sinne seines Vorschlages wirken.
Zu einem Vertrauten hatte er heute früh gesagt, daß, wenn es dem
deutsch -englischen Zusammenwirken diesmal gelänge, den Frieden
zu retten, so glaube er, daß unsere Beziehungen für alle Zeiten
sichergestellt seien, und daß es ihm in Zukunft glücken werde,
durch entsprechenden Einfluß auf seine Genossen die Wiederholung
ähnlicher Krisen zu verhindern.

                                                            L i c h n o w s k y


1 Nach der Entzifferung.
2 Aufgegeben in London 441 nachm., angekommen im Auswärtigen Amt
556 nachm. Eingangsvermerk: 30. Juli nachm. Nach Vornahme kleiner
Änderungen und unter Fortlassung der Sätze »Er wird übrigens . . . . . . . . .
mitzuteilen« und »Zu einem Vertrauten . . . . . . . . . . zu verhindern,« dem
Generalstabe, Admiralstabe, Kriegsministerium und Reichsmarineamt mit-
geteilt, abgesandt 31. Juli 145 vorm.
3 Siehe Nr. 409.