Nr. 694 Der Reichskanzler an den Botschafter in Rom, 3. August 1914

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Nr. 694
Der Reichskanzler an den Botschafter in Rom1

Telegramm 165                               Berlin, den 2. August 19142

     Nach absolut zuverlässigen Meldungen . . . . . . . . . . . mitteilen3
und allen Ihren Einfluß aufzubieten, um den italienischen Minister
davon zu überzeugen, daß diese wider Treu und Glauben ver-
stoßenden Provokationen den uns aufgenötigten Krieg zu einem
Angriffskrieg stempeln, bei dem der casus foederis gegeben ist4 5.
                                                  v.   B e t h m a n n   H o l l w e g


1 Nach dem Konzept von der Hand des Reichskanzlers.
2 Am 3. August 1225 vorm. zum Haupttelegraphenamt.
3 Hier ist der entsprechende Abschnitt aus dem Telegramm des Kanzlers
an Lichnowsky vom 2. August (Nr. 693) wörtlich eingefügt.
4 Zu diesem und dem vorigen Telegramm an Lichnowsky (Nr. 693)
der Vermerk des Kanzlers: »Wenn kein Bedenken, bitte ich anliegende
Telegramme sofort abgehen zu lassen und Anweisung zu geben, daß
weitere Provokationen beiden Botschaften sofort im Anschluß an diese
Telegramme mitgeteilt werden. Kriegsminister nimmt bestimmt an, daß
solche Provokationen diese Nacht in größerem Umfange erfolgen werden.« 
Darauf Jagow am Rand: »Telegramme sollen sofort abgehen.« 
5 Siehe Nr. 745.