Difference between revisions of "Nr. 773 Amtliche durch Wolffs Telegraphenbüro veröffentlichte Mitteilung, 3. August 1914"

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&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bisher hatten deutsche Truppen dem erteilten Befehl gemäß  
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die französische Grenze nicht überschritten. Dagegen greifen seit  
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die französische Grenze nicht überschritten. Dagegen greifen seit <br>
gestern französische Truppen ohne Kriegserklärung unsere Grenz-  
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gestern französische Truppen ohne Kriegserklärung unsere Grenz- <br>
posten an. Sie haben, obwohl uns die französische Regierung noch  
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posten an. Sie haben, obwohl uns die französische Regierung noch <br>
vor wenigen Tagen die Innehaltung einer unbesetzten Zone von  
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vor wenigen Tagen die Innehaltung einer unbesetzten Zone von <br>
10 Kilometern zugesagt hatte, an verschiedenen Punkten die deutsche  
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10 Kilometern zugesagt hatte, an verschiedenen Punkten die deutsche <br>
Grenze überschritten. Französische Kompagnien halten seit gestern  
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nacht deutsche Ortschaften besetzt. Bomben werfende Flieger  
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nacht deutsche Ortschaften besetzt. Bomben werfende Flieger <br>
kommen seit gestern nach Baden, Bayern und unter Verletzung der  
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kommen seit gestern nach Baden, Bayern und unter Verletzung der <br>
belgischen Neutralität über belgisches Gebiet in die Rhein pro vinz
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belgischen Neutralität über belgisches Gebiet in die Rheinprovinz <br>
and versuchen, unsere Bahnen zu zerstören.  
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&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Frankreich hat damit den Angriff gegen uns eröffnet und den  
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Kriegszustand hergestellt. Des Reiches Sicherheit zwingt uns zur  
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Kriegszustand hergestellt. Des Reiches Sicherheit zwingt uns zur <br>
Gegenwehr. S. M. der Kaiser hat die erforderlichen Befehle erteilt.  
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Gegenwehr. S. M. der Kaiser hat die erforderlichen Befehle erteilt. <br>
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der deutsche Botschafter in Paris ist angewiesen, seine Pässe  
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&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der deutsche Botschafter in Paris ist angewiesen, seine Pässe <br>
zu fordern<sup>3</sup>.
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zu fordern<sup>3</sup>.<br>
  
 
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<sup>1</sup> Nach einer nicht paraphierten Aufzeichnung mit Änderungen und Zu-  
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<sup>1</sup> Nach einer nicht paraphierten Aufzeichnung mit Änderungen und Zu- <br>
sätzen Wahnschaffes und des Reichskanzlers.  
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sätzen Wahnschaffes und des Reichskanzlers. <br>
<sup>2</sup> Eingangsvermerk des Auswärtigen Amts: 3. August nachm.  
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<sup>2</sup> Eingangsvermerk des Auswärtigen Amts: 3. August nachm. <br>
 
<sup>3</sup> Siehe Nr. 734 und 734c.
 
<sup>3</sup> Siehe Nr. 734 und 734c.

Revision as of 20:55, 11 August 2015

WWI Document Archive > Official Papers > Die Deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch 1914 — Volume 4 > Nr. 773.
Nr. 773
Amtliche durch Wolffs Telegraphenbüro veröffentlichte Mitteilung1

                                                  Berlin, den 3. August 19142

     Bisher hatten deutsche Truppen dem erteilten Befehl gemäß
die französische Grenze nicht überschritten. Dagegen greifen seit
gestern französische Truppen ohne Kriegserklärung unsere Grenz-
posten an. Sie haben, obwohl uns die französische Regierung noch
vor wenigen Tagen die Innehaltung einer unbesetzten Zone von
10 Kilometern zugesagt hatte, an verschiedenen Punkten die deutsche
Grenze überschritten. Französische Kompagnien halten seit gestern
nacht deutsche Ortschaften besetzt. Bomben werfende Flieger
kommen seit gestern nach Baden, Bayern und unter Verletzung der
belgischen Neutralität über belgisches Gebiet in die Rheinprovinz
and versuchen, unsere Bahnen zu zerstören.
     Frankreich hat damit den Angriff gegen uns eröffnet und den
Kriegszustand hergestellt. Des Reiches Sicherheit zwingt uns zur
Gegenwehr. S. M. der Kaiser hat die erforderlichen Befehle erteilt.
     Der deutsche Botschafter in Paris ist angewiesen, seine Pässe
zu fordern3.


1 Nach einer nicht paraphierten Aufzeichnung mit Änderungen und Zu-
sätzen Wahnschaffes und des Reichskanzlers.
2 Eingangsvermerk des Auswärtigen Amts: 3. August nachm.
3 Siehe Nr. 734 und 734c.