Difference between revisions of "Nr. 784 Der Botschafter in London an das Auswärtige Amt, 3. August 1914"

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<sup>4</sup> Siehe Nr. 714, 801, 820.
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<sup>4</sup> Siehe [[Nr. 714 Der Staatssekretär des Auswärtigen an den Botschafter in London, 3. August 1914|Nr. 714]], [[Nr. 801 Der Botschafter in London an das Auswärtige Amt, 4. August 1914|801]], [[Nr. 820 Der Botschafter in London an das Auswärtige Amt, 4. August 1914|820]].

Latest revision as of 23:49, 2 September 2015

WWI Document Archive > Official Papers > Die Deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch 1914 — Volume 4 > Nr. 784.
Nr. 784
Der Botschafter in London an das Auswärtige Amt1

Telegramm 240                               London, den 3. August 19142

     Sir Edward Grey hat soeben im Hause erklärt, die Regierung
habe angesichts des europäischen Krieges keine anderen Verpflichtungen
eingegangen als die diplomatische Unterstützung. Sollte aber eine
fremde Flotte, die in einen Krieg verwickelt sei, den Frankreich nicht
gesucht hat, und in welchem es nicht der Angreifer sei, den englischen
Kanal betreten und die ungeschützte Küste von Frankreich be-
schießen, so wäre das ein Kriegsfall für England, und nur für diesen
Fall habe es Frankreich seine bewaffnete Unterstützung zugesagt.
     Dem französischen Botschafter habe er erklärt, daß, falls die
deutsche Flotte in den Kanal käme oder durch die Nordsee, um
gegen die französische Küste oder Schiffahrt feindlich vorzugehen,
England den Franzosen jede in ihrer3 Macht liegende Unterstützung
geben würde4.
                                                                 L i c h n o w s k y


1 Nach der Niederschrift des Haupttelegraphenamts. Offenes Telegramm.
2 Abschnitt: »Sir Edward . . . . . . . . . . Unterstützung zugesagt« aufgegeben in
London 528 nachm., angekommen im Auswärtigen Amt 848 nachm. Abschnitt :
«Dem französischen . . . . . . . . . . . geben würde« aufgegeben in London
535 nachm., angekommen im Auswärtigen Amt 930 nachm. Eingangsver-
merk zu beiden Teilen des Telegramms: 3. August nachm. Am 4. August
dem Kaiser vorgelegt; am 3. August dem Generalstab, Kriegsministerium,
Admiralstab und Reichsmarineamt mitgeteilt.
3 So in der Entzifferung.
4 Siehe Nr. 714, 801, 820.